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Flutkatastrophe in Ladakh Mahabodhi-Zentrum (Fortsetzung)

4. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 09.08.2010

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

Eure Anteilnahme und Hilfsbereitschaft aus Ladakh hat uns tief berührt und wir möchten Euch für diese großartige und selbstlose Unterstützung danken. Bhante Sanghasena und alle Mitarbeiter, Kinder und die Bewohner des Altenheimes danken Euch von ganzem Herzen für Euere Hilfe und Unterstützung.
Ausdrücklich hat er erwähnt, dass Eure Anteilnahme für die Menschen in Ladakh eine große und wichtige Hilfe und Unterstützung ist. Ganz ausdrücklich möchten wir uns auch dafür bedanken, dass Ihr unsere Informationen weiterleitet und so den Kreis der Untersützter erweitert, denn Hilfe wird noch lange notwendig sein.
Wir sind in ständigem Kontakt mit Mahabodhi in Ladakh und wir arbeiten die neuesten Informationen durch um Euch in unserem nächsten Rundbrief wieder umfassend zuinformieren.
Dieser Mail haben wir einge Bildern aus Leh, Choglamsar und dem Mahabodhi-Zentrum zusammengestellt

(Die Aufnahmen wurden von Mitarbeitern Mahabodhis gemacht) - Diese Bilder drücken mehr als Worte es vermögen die ganze Tragödie aus. Wir danken Euch von ganzem Herzen für Eure Hilfe und Eure Verbundenheit mit den Menschen in Ladakh.

Viele herzliche Grüße und mit den besten Wünschen.

3. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 08.08.2010 (13.40 Uhr)

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

Mr. Muni von Mahabodhi hat uns weitere Informationen über die aktuelle Situation im Mahabodhi-Zentrum geschrieben. Alle bei Mahabodhi danken Euch von ganzem Herzen für Eure Anteilnahme und Hilfe.
Die Bewohner des Altenheimes und die Schülerinnen und Schüler der Internate wurden aus Sicherheitsgründen alle in der Schule des Zentrums untergebracht, da die anderen Gebäude sehr stark beschädigt wurden. Die Schule liegt auf einer Anhöhe und ist dadurch ein relativ sicherer Platz. Sämtliche Lebensmittelvorräte im Mahabodhi-Zentrum wurden vernichtet, so dass jetzt die indische Armee die Versorgung der Bewohner des Mahabodhi-Zentrums übernommen hat.
Muni schreibt, dass es angesichts der verheerenden Verwüstungen wie ein Wunder erscheint, dass im Mahabodhi-Zentrum keine Opfer zu beklagen sind, denn Choglamsar in unmittelbarer Nähe des Zentrums hat es schwer getroffen. Die Anzahl der Todesopfer ist auf 250 angestiegen und noch immer werden über 600 Menschen vermisst.
Trotz der schwerwiegenden Schäden im Mahabodhi-Zentrum selbst, werden morgen am Montag, Mitarbeiter des Zentrums und die "Senior-Students", d.h. die älteren Schüler und Schülerinnen, sich an den Aufräumarbeiten in Choglamsar beteiligen. Es ist tief berührend zu erfahren, wie in dieser extrem schweren Situation, sich die Menschen in Ladakh gegenseitig helften und unterstützen.

Vielen herzlichen Dank für Euer Mitgefühl und Eure Hilfe Helga und Gerhard

2. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 08.08.2010 (11.40 Uhr)

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

mit tiefer Betroffenheit nehmen wir die Schilderungen der Mitarbeiter von Ladakh über die verheerenden Folgen der Flutkatastrophe entgegen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe und ihre Auswirkungen für die Menschen in Ladakh sind noch nicht absehbar. Ven. Nagasena von Mahabodhi hat uns heute geschrieben, dass die Rettungsteams Tag und Nacht im Einsatz sind um nach vermissten Personen zu suchen.
Nachts kommt es immer noch zu Regenfällen, doch ist es tagsüber trocken. In und um die Ortschaften von Basgo, Nimoo, Phyang, Leh, Choglamsar, Shey Saboo kam es zu starken Verwüstungen.
Die Gebiete um Leh und Choglamsar sind von der Katastrophe am stärksten betroffen. Die älteren Menschen in Ladakh können sich nicht an eine Katastrophe solchen Ausmaßes erinnern.

Die Menschen, deren Häuser zerstört worden sind, stehen buchstäblich vor dem Nichts, wertvolles Ackerland das durch die Schlammlawinen vernichtet wurde ist nicht mehr rekultivierbar. Für Wiederaufbau und Reparaturen der entstandenen Schäden sind keine finanziellen Ressourcen vorhanden.

Im Anhang zu dieser Mail haben wir die ersten Bilder aus dem Mahabodhi-Zentrum beigefügt und einen Eindruck von der zerstörerischen Kraft der Schlammlawinen vermitteln.
Unsere Bitte, leitet diese Mails bitte an Freunde und Bekannte - einfach an möglichst viele Menschen weiter.
Wir danken Euch ganz besonders im Namen der Menschen aus Ladakh für Eure Hilfe.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen Helga und Gerhard

 

 

  

Erster Bericht von Helga und Gerhard Adam am 07.08.2010

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

in der Nacht zum Donnerstag den 5.8.2010 haben sintflutartige Regenfälle in Ladakh eine verheerende Flutkatastrophe verursacht. Überschwemmungen und Schlammlawinen haben zahlreiche Dörfer teilweise oder ganz zerstört.
Die Infrastruktur Ladakhs ist innerhalb kürzester Zeit zusammengebrochen, Brücken wurden weggeschwemmt, das Telefonetz ist zusammengebrochen, die Stromversorgung ist unterbrochen, zahllose Äcker wurden zerstört und Ernten vernichtet.

Die offiziellen Zahlen gehen bis jetzt von 130 Todesopfern und mehr als 600 vermissten Personen aus. Tausende von Menschen sind obdachlos geworden. Bis jetzt konnten die Rettungsteams noch nicht alle Dörfer erreichen, so dass zu befürchten ist, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigen wird.

Wir haben heute mit Bhante Sanghasena über Handy ein kurzes Telefonat führen können und er hat uns noch völlig geschockt von den Ereignissen eine erste Schilderung der Situation gegeben.
Mit Erleichterung haben wir die Nachricht aufgenommen, dass vom Mahabodhi-Zentrum niemand durch die Flutkatastrophe ums Leben gekommen ist. In Saboo und bei Choglamsar ist es zu sehr schweren Verwüstungen gekommen.

Im Mahabodhi Zentrum sind sehr viele Gebäude ebefalls stark beschädigt worden. Das Altenheim, das Karuna-Krankenhaus, das Verwaltungsgebäude wurden so stark beschädigt, dass diese nicht weiter benutzt werden können und geräumt werden mussten.
Die Vorratsräume und der kleine Laden des Zentrums wurden überflutet und die Wasserversorgung des Zentrums wurde teilweise zerstört.
Aus Sicherheitsgründen wurden alle Gebäude des Zentrums evakuiert (Hostels, Nunnery, Monastry, Altenheim etc.) und die Bewohner wurden zu höher gelegenen sicheren Plätzen im Zentrum gebracht.
Alle sind jetzt mit Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten beschäftigt um so schnell wie möglich wieder die Funktion der wichtigsten Einrichtungen wieder herzustellen.

Bhante Sanghasena hat uns in einer ersten E-mail die schon am Telefon geschilderten Eindrücke nochmals mitgeteilt. Leider liegen aus Tingmosgang und Bodhkharbu noch keine Informationen vor.

Liebe Freunde, diese Flutkatastrophe hat eine unermeßliche Tragödie in Ladakh verursacht, das menschliche Leid ist in Worten kaum zu beschreiben.
Die Schäden und die Langzeitfolgen sind noch nicht in ihrem ganzen Ausmaß abzuschätzen. Der kurze ladakhische Sommer geht ab Oktober zu Ende, die Ernten sind teilweise völlig zerstört, Häuser und ganze Dörfer sind unbewohnbar....es ist kaum zu ermessen was die Menschen im langen und harten ladakhischen Winter erwartet.

Wir bitten Euch um Hilfe und Unterstützung für die Wiederinstandsetzung der Gebäude und Infrastruktur des Mahabodhi-Zentrums und für die Menschen in Ladakh. Über viele Jahre hinweg wurde das Mahabodhi-Zentrum aufgebaut.
Mitgefühl durch Taten ist das Leitmotiv von Mahabodhi - viele Menschen haben im Altenheim ein Ort gefunden an dem sie mit Liebe und Achtung ihren Lebensabend verbringen können.
Vielen Kindern aus den abgelegenen Gebieten, von armen Familien kommend wird im Zentrum und den Mahabodhi-Schulen eine Ausbildung geboten - mehr noch es ist für die Kinder wie eine "zweites" Zuhause, zudem wurden durch die Aufnahme der Kinder auch die Familien entlastet.

Eure Spenden werden dafür sorgen, dass die Arbeit von Mahabodhi für die bedürftigen Menschen in Ladakh wieder aufgenommen werden kann - Bhante Sanghasena, alle Mitarbeiter, Kinder und Bewohner des Zentrums und auch wir, bedanken uns von ganzem Herzen für Euere Hilfe und Unterstützung.

Ihr könnt Eure Spende auf das Projektkonto mit dem Stichwort: "Flut" überweisen

Kontoinhaber: Buddha-Haus e.V.
Konto-Nr. 669 034 6832,
BLZ: 733 200 73
Hypo-Vereinsbank Kempten
IBAN: DE48733200736690346832
BIC: HYVEDEMM428
Stichwort: Flut

Weiter Infos findet Ihr unter:
http://timesofindia.indiatimes.com/india/lehr-flash-floods-Rescuers-search-for-missing-toll-130/articleshow/6270525.cms

http://mahabodhi-ladakh.org


Sobald wir weitere aktuelle Nachrichten aus Ladakh erhalten werden wir Euch umgehend unterrichten. Wir werden im September selbst nach Ladakh reisen und dann nach unserer Rückkehr ausführlich berichten.

Wir bitten Euch diesen Aufruf an Freunde und Bekannte weiter zuleiten um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Wir danken Euch von ganzem Herzen

Helga und Gerhard