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Flutkatastrophe in Ladakh Mahabodhi-Zentrum

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

in der Nacht zum Donnerstag den 5.8.2010 haben sintflutartige Regenfälle in Ladakh eine verheerende Flutkatastrophe verursacht. Überschwemmungen und Schlammlawinen haben zahlreiche Dörfer teilweise oder ganz zerstört. Die Infrastruktur Ladakhs ist innerhalb kürzester Zeit zusammengebrochen, Brücken wurden weggeschwemmt, das Telefonetz ist zusammengebrochen, die Stromversorgung ist unterbrochen, zahllose Äcker wurden zerstört und Ernten vernichtet.

Zwischenbericht über die bisher geleisteten Wiederaufbauarbeiten nach der Flutkatastrophe 2010 im Mahabodhi-Zentrum und den betroffenen Dörfern.

Unmittelbar nach der verheerenden Flutkatastrophe im August 2010 entschloss sich Mahabodhi eine Arbeitsgruppe, das "Flood Relief Commite for MIMC" zu bilden um im Rahmen der Möglichkeiten, die Mahabodhi gegeben sind, neben den Schäden im eigenen Zentrum auch das Ausmaß der Katastrophe in den Dörfern zu erfassen, um entsprechende Hilfsmaßnahmen einleiten zu können.

Kurze Zeit nach der Flutkatastrophe haben wir zusammen mit dem Mahabodhi Flood Commite, die Ortschaften von Igoo, Taru, Phyang, Saboo, Ney und Choklamsar besucht und konnten uns so selbst ein Bild vom Ausmaß der Katastrophe machen. In Gesprächen mit den Menschen vor Ort wurde uns allen bewusst, dass die Vernichtung der Ernte und die Zerstörung der landwirtschaftlichen Anbauflächen ein sehr großes Problem auch für die Zukunft darstellt. Die Landwirtschaft ist die Haupteinnahmequelle und Lebensgrundlage der Menschen in den Hochtälern Ladakhs, so wurde durch diese Katastrophe die Lebensgrundlage vieler Menschen vernichtet. Während der Gespräche mit den betroffenen Menschen wurde uns und dem Mahabodhi-Flood-Commite, klar, dass der Schwerpunkt der Hilfsmaßnahmen neben der akuten Katastrophenhilfe besonders den Wiederaufbau der zerstörten Häuser und die Rekultivierung der vernichteten Ackerflächen umfassen muss.

In Absprache mit dem Buddha-Haus und dem Mahabodhi-Flutkomitee wurde beschlossen, dass die eingehenden Spenden sowohl für die Beseitigung der verursachten Schäden im Mahabodhi-Zentrum und für Hilfsmaßnahmen in den oben genannten Ortschaften verwendet werden sollte. Die eingeleiteten Hilfsmaßnahmen umfassten Sofortmaßnahmen als auch langfristig angelegte Maßnahmen, wie z.B. die Rekultivierung der Anbauflächen um die Versorgung der Bevölkerung auch längerfristig wieder sicher zu stellen. Dabei war es wichtig darauf zu achten, dass es eine Hilfe auf Augenhöhe wird, das heißt in Absprache mit den betroffenen Menschen und in Zusammenarbeit mit Regierung und anderen Hilfsorganisationen, so dass die gespendeten Gelder effizient und auch gerecht eingesetzt werden können.

Im angehängten Bericht (PDF-Datei) geben wir Ihnen einen Überblick über die bisher durchgeführten Maßnahmen.

7. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 25.08.2010

Liebe Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

soeben hat uns Mr. Muni von Mahabodhi die aktuellen Informationen zu den Hilfsmaßnahmen seitens Mahabodhi für die von der Katastrophe betroffenen Menschen in Ladakh zugesandt.

Wir haben den Originaltext als Dokument beigefügt: news_update_2010_25_08.pdf

Diese Mitteilung ist ein bewegendes Zeugnis für Nächstenliebe und gelebtes Mitgefühl, der Mitarbeiter und Schülerinnen und Schüler der Mahabodhi-Residential-School für ihre Mitmenschen.
Das Mahabodhi-Komitee hat die Ortschaften Saboo, Phyang und Taru besucht und im Gespräch mit den betroffenen Dorfbewohnern und in Absprache mit den Dorfältesten Hilfe für die betroffenen Familien zugesichert.
Nach einem Besuch Bhante Sanghasena´s mit Familienangehörigen der verletzten Mahabodhi-Schüler im Armeekrankenhaus und dem staatlichen Krankenhaus - dort sind die 14 Schüler der Mahabodhi-Schule zur stationären Behandlung aufgenommen worden - hat Bhante Sanghasena ihnen Hilfe und Fürsorge zugesichert.

Die Mitarbeiter von Mahabodhi verzichten für eine gewisse Zeit auf 50% ihres Einkommens und spenden diesen Betrag dem Hilfsfonds um den betroffenen Familien zu helfen (Die Gehälter der Mitarbeiter sind auch verglichen mit indischen Verhältnissen nicht sehr hoch).
Ebenso wollen  alle Schüler und Schülerinnen ab der fünften Klasse aufwärts einen Monat lang zweimal in der Woche auf ihr Abendessen verzichten umd die Einsparungen ebenfalls dem Hilfsfonds für die Flutoper zu spenden.
Uns hat diese Nachricht sehr berührt und gerne möchten wir diese Information mit Ihnen Allen teilen.

Unseren herzlichen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung.

Mit vielen lieben Grüßen und den besten Wünschen.

Helga und Gerhard

6. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 23.08.2010

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi,

mit diesem Zwischenbericht möchten wir Euch über die aktuelle Lage in Ladakh informieren.
Zunächst aber leiten wir den herzlichsten Dank von Ven. Sanghasena, ALLEN vom Mahabodhi-Zentrum und den Menschen aus Ladakh für Eure selbstlose und großherzige Hilfe und Unterstützung für die von der Flut betroffenen Menschen weiter.
Diese Katatstrophe hat die Menschen in Ladakh äußerst traumatisiert und erst langsam wird das ganze Ausmaß bekannt und den Menschen bewusst.
Die offiziellen Stellen sprechen von bis jetzt 193 geborgenen Todesopfern und noch immer werden Menschen vermisst.
Teilweise liegen die Schlammmassen meterhoch in den Dörfern und 945 Familien haben ihre Häuser durch die Katastrophe verloren.
Den Hilfskräften ist es inzwischen gelungen, die Straßenverbindung nach Manali und Srinagar wieder zu öffnen, nachdem zahlreiche Behelfsbrücken errichtet wurden. Gerade vor dem herannahenden Winter ist es wichtig, dass dringend benötigte Materialien und Hilfsgüter wieder auf dem Landweg nach Ladakh transportiert werden können.
Für viele ladakhische Familien ist der bescheidene landwirtschaftliche Anbau oft die einzige Einnahmequelle und Grundlage für die Versorgung der Familie. Deshalb ist es umso schlimmer, dass in vielen Regionen die Ackerflächen mit den erntereifen Feldfrüchten vollständig vernichtet wurden.
Leider hat sich inzwischen herausgestellt, dass auch 10 Tageschüler der Mahabodhi-Residential-School, aus dem Großraum Leh und Choglamsar wohl teilweise sogar schwer verletzt wurden. Mahabodhi berät nun, wie den betroffenen Schülern und deren Familien konkret geholfen werden kann umd hier die äußerste Not zu lindern.
Die Mädchen des Girls-Hostels des Zentrums wohnen z. Zt. noch in der Aula der Schule, bis die Schäden im Mädcheninternat vollständig behoben sind und alle Reinigungsarbeiten abgeschlossen sind.

Starke Regenfälle am 16.08.10 haben die Schäden im Mahabodhi-Altenheim noch weiter vergrößert, so dass es zu gefährlich ist, sich in diesem Gebäude aufzuhalten. Es wird wohl nötig sein, das Old-Age-Home zumindest in Teilen neu zu bauen.
Derzeit wohnen die Bewohner des Altenheimes in Zelten auf einer kleinen Anöhe vor dem Altenheim.



 

  

Welche baulichen Maßnahmen konkret getroffen werden müssen und wie hoch die zu erwartenden Kosten sind, muss doch Fachleute erarbeitet werden. Die wenigen Fachleute, die es dafür in Ladakh gibt sind momentan noch in den am schlimmsten betroffenen Regionen eingesetzt.
Unabhängig, von den Schäden, die im Mahabodhi-Zentrum entstanden sind, arbeitet Mahabodhi mit den Regierungsstellen zusammen um Hilfsmaßnahmen und Unterstützung für die am schlimmsten betroffenen Familien zu erarbeiten und durchzuführen.
In der Mahabodhi-Zweigschule in Bodhkharbu kam es zum Glück nicht zu größeren Schäden, lediglich einige Wasserschäden in drei Klassenräumen, die jedoch behoben werden konnten.
Glücklicherweise sind in Bodhkharbu auch keine Menschen zu Schaden gekommen.
In Tingmosgang wurden einige Häuser beschädigt, aber auch dort hat die Flut nach uns vorliegenden Meldungen keine Menschenleben gefordert.
Allerdings wurde in Tingmosgang ein Großteil der Felder und Ernte vernichtet.
Neben den jetzt dringend notwendigen Vorbereitungen für den Winter, ist die Rekultivierung von landwirtschaftlicher Anbaufläche eine sehr schwierige und langfristige Aufgabe.
Denn die Landwirtschft ist die Lebensgrundlage vieler Menschen in Ladakh und die Folgen der Zerstörung ihrer Existenzgrundlage sind noch nicht absehbar.
Wir werden am 11.09.2010 nach Ladakh reisen und dann nach unserer Rückkehr ausführlich über die Situation, den bereits getroffen Maßnahmen und über die geplanten Hilfsmaßnahmen informieren.
Die überweisende Bank der Spendengelder für die Flutopfer hat uns zugesichert, keine Überweisungs- und Bearbeitungsgebühren zu berechnen, so dass die Spenden zu 100% bei den betroffenen ankommen.
Wir möchten Euch auch ganz herzlich für die Weiterleitung unserer Info´s danken, es ist dies eine unschätzbare Hilfe und Unterstützung.

Ihnen ALLEN unseren herzlichsten Dank für die bisherige so großartige Hilfsbereitschaft und Verbundenheit mit den von der Katastrophe betroffenen Menschen in Ladakh.

Mit herzlichen Grüßen und vielen guten Wünschen Helga und Gerhard

5. Bericht von Helga und Gerhard Adam am 12.08.2010

Liebe Paten, Freunde und Unterstützer von Mahabodhi in Ladakh,

wir möchten Euch allen von ganzem Herzen für Eure bisherige großartige und selbstlose Hilfsbereitschaft für die von der Flut betroffenen Menschen in Ladakh bedanken.
Eine genaue Abschätzung der entstandenen Schäden in den betroffenen Gebieten ist derzeit abschließend noch nicht möglich. Auch die entstandenen Schäden im Mahabodhi-Zentrum können erst genau eingeschätzt werden, wenn die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind. Für die am meisten betroffenen Gebäude wie das Altenheim, Girls-Hostel und das Verwaltungsgebäude, müssen Fachleute erst begutachten ob die entstandenen Schäden behoben werden können, oder ob Neubaumaßnahmen erforderlich sind.

Für die aktuelle Katastrophenhilfe sind derzeit mehr als 6000 Rettungskräfte der indischen Armee und der Indo-Tibetan-Border-Police im Einsatz. Es ist diesen Helfern zu verdanken, dass die Hilfs- und Rettungsmaßnahmen sofort eingeleitet werden konnten, dass die Menschen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Zelten, Kleidung versorgt werden können und dass medizinische Versorgungseinheiten eingerichtet worden sind.
Es wird wohl noch einige Tage dauern, bis die Zufahrtstraßen nach Ladakh wieder freigeräumt und passierbar sind. Die Rettungsteams arbeiten mit Hochdruck daran und sobald die Straßen wieder frei sind, können Hilfsgüter auch auf dem Landweg nach Ladakh gebracht werden.
Dem unermüdlichen Einsatz dieser Helfer ist es zu verdanken, dass die Menschen in der jetzigen Notsituation mit dem Notwendigsten versorgt werden können - unser tiefster Dank gilt all diesen Helfern für Ihren Einsatz.
Die Spendengelder werden für Instandsetzungsmaßnahmen im Mahaobodhi-Zentrum verwendet, aber auch im Rahmen der Möglichkeiten Mahabodhi´s für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser in den betroffenen Dörfern. Es ist Mahabodhi ein sehr wichtiges Anliegen, sich auch am Wiederaufbau und an der Beseitigung der Langzeitfolgen zu beteiligen.
Diese Maßnahmen geschehen in enger Absprache und Koordination mit den offiziellen Stellen aus Regierung und Armee.
Über die Aufteilung der Spendengelder entscheidet Mahabodhi vor Ort, denn die Mitarbeiter können in Absprache mit den Behörden am besten einschätzen wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Über die Maßnahmen, die jetzt unmittelbar getroffen werden müssen (Vorbereitungen für den Winter), ist es aber auch wichtig für Menschen in Ladakh die Folgeschäden, die durch die Flut verursacht wurden zu beseitigen. Wie z.B. Wiederherstellung des Bewässerungssystems, Rekultivierung von Ackerflächen - soweit dies möglich ist, Wiederaufbau der Dörfer und der Infrastruktur uvm.
All dies wird noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen und Hilfe wird noch lange über die aktuelle Situation hinaus notwendig sein.
Über die Situation in Bodhkarbu und Tingmosgang liegen uns bis jetzt leider noch keine Informationen vor. Wir werden Euch weiter über die aktuelle Lage in Ladakh und über die eingeleiteten Maßnahmen unterrichten.
Nochmals unseren herzlichsten Dank für Eure Anteilnahme und Hilfsbereitschaft für die Menschen in Ladakh. Auch von Bhante Sanghasena und allen von Mahabodhi sollen wir den innigsten Dank an Euch ausrichten.

Viele herzliche Grüße
Helga und Gerhard

Fortsetzung der Berichte von Helga und Gerhard Adam vom 07.08., 08.08, 09.08. auf der nächsten Seite.

Ihr könnt Eure Spende auf das Projektkonto mit dem Stichwort: "Flut" überweisen

Kontoinhaber: Buddha-Haus e.V.
Konto-Nr. 669 034 6832,
BLZ: 733 200 73
Hypo-Vereinsbank Kempten
IBAN: DE48733200736690346832
BIC: HYVEDEMM428
Stichwort: Flut

Weiter Infos findet Ihr unter:
http://timesofindia.indiatimes.com/india/lehr-flash-floods-Rescuers-search-for-missing-toll-130/articleshow/6270525.cms

http://mahabodhi-ladakh.org

Einige Bilder auf dieser Seite (von AP/Associated Press), vermitteln einen Eindruck von der Katastrophe .

Sobald wir weitere aktuelle Nachrichten aus Ladakh erhalten werden wir Euch umgehend unterrichten. Wir werden im September selbst nach Ladakh reisen und dann nach unserer Rückkehr ausführlich berichten.

Wir bitten Euch diesen Aufruf an Freunde und Bekannte weiter zuleiten um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Wir danken Euch von ganzem Herzen

Helga und Gerhard